Dampfzeichen #004 – Volksfront von Judäa oder die judäische Volksfront

Manchmal fühle ich mich in den letzten Tagen in diese Szenerie aus „Das Leben des Brian“ erinnert und spannend, dass ich genau diese Passage hier fand http://www.mostly-harmless.de/volksfront.html – mit dem Übertitel „Ähnlichkeiten zu bestehenden Nichtraucher-Interessensgruppen sind rein zufällig ;-)“ und statt Nichtraucher lässt sich Dampfer bedingungslos einsetzen.

Zuerst haben wir die Fraktion derer, die Dampferpartei, so wie ich sie mit Startpunkt und Erweiterungsmöglichkeiten skizziere, gut finden.

Dann kommt der große Bereich derer, denen Dampfen alleine zu wenig ist. Viele valide Gründe, denn als erste Gruppe: Raucher sind diejenigen, die Nikotin konsumieren, unwissend, dass es die Dampfe gibt…. Halt – unwissend? Nein – gerade gestern traf ich nach langer Zeit einen mir seit langem bekannten Raucher und wir kamen – klar – auf die Dampfe. Ich zeigte ihm meine und fragte, ob er eine Ahnung hat, was das ist? „Nein“ – „Eine sogenannte E-Zigarette“ – „Aaah Jaaa, die kenne ich.. die sind ja noch viel schädlicher!!“

Wumms. Das hatte gesessen. Alle Einflussnahme der Lobby, Medien und Pseudo-Wissenschaftler hat also gewirkt. Die Folgerung ist klar: Der Raucher hat die Dampfe einkategorisiert und hat direkt die Entschuldigung „schädlicher“ um sich nicht weiter mit schadstoffreduzierter Nikotinzunahme zu beschäftigen. Obwohl er das eventuell will, bei all den Anfeindungen und Reglementierungen, die es gibt, seit die WHO (Das „Lobbyluder“ wird ein eigenes Dampfzeichen) das Thema in die Welt setzte.

Oder alleine seiner Gesundheit wegen! Da kam mir der Spruch unter „Was kostet das Dampfen?“ – „Was ist Dir dein Leben wert?“ – und eigentlich WinWin – mindestens 95% weniger schädlich und 40% günstiger (ich glaube mit richtigem Einkaufsverhalten mehr – sagen mir meine 7 Liter 48er Basis im Keller). Nur der HWV (HabenWollenVirus für Außenlesende) grätscht manchmal in die Statistik. Wenn ich mir den Karton mit alter Hardware nach 5 Jahren ansehe…

OK, bei der Fraktion kann ich mich einfinden – dann stößt aber einigen das „Dampfer“ in Dampferpartei als negativer Makel auf – für mich ist das nur noch mehr Grund, diesen vermeintlichen Makel zu beseitigen – mit Aufklärung, mit Gesundheit, mit einsparen, mit Nikotin. Durch dampfen.

Und dann kommt die Fraktion, die alles als sinnlos ansieht und/oder das lieber den etablierten Parteien in die Hand geben möchte oder über die Vereine / Foren.

Dabei ist der Dampfer an sich im Schnitt ebenso bewegungslos wie der Raucher. Da fielen die Raucher in Bayern seinerzeit auch aus allen Wolken, als der Volksentscheid Nichtraucherschutz durchging.

Mal auf die Zahlen geschaut:

9.373.843 Stimmberechtigte, laut bmg.bund sind 29,7% Raucher – 2.784.031 Menschen, zur Wahl gingen 3.533.877 Stimmberechtigte und 2.150.582 stimmten für Ja (61%).

1.377.202 für Nein, also weniger als 50% der Raucher gingen abstimmen– für ihr Rauchen!

Dass Dampfer relativ unrege sind, sieht man an Demos, die von der Wichtigkeit fürs Dampfen dann doch nur eine sehr geringe Anzahl Aktiver auf die Straße treibt. Die Petition, die (auch im knappen Zeitrahmen) gerade mal die 50.000 knackte. Trotz aller Bemühungen. Das sind gerade einmal 2,5% der Dampfer.

Woran liegt das? An den Bemühungen nicht. Kurbelursel hat es einmal hier angefangen zu analysieren http://www.mered.de/eingeklemmt-zwischen-dampf-antz

„Sie wurden genervt: Entweder weil sie längst unterzeichnet oder weil sie sich bewusst dagegen entschieden haben.“

Dazu dampfen einfach viele Dampfer ohne sich zu engagieren, in Gruppen & Foren zu gehen, weil sie es eben so auch gut schaffen. Sie bekommen eben nicht mit, was im Hintergrund passiert, solange alles läuft.

Und dann ist der große Anteil Offline-Nutzer – die nicht netzaffin sind.

Da haben wir doch jede Menge Gründe für die Dampferpartei – Informationen auf die Straße, zu den Menschen, den anteiligen Dampfern und Rauchern zu bringen, aufzuklären und vor allem dafür zu sorgen, dass die Entscheider und Treibenden genauso ehrlich sind.

Dass dem nicht so ist, das wissen wir und können es jetzt schon mannigfaltig belegen. Aus meiner Sicht müssen Gefälligkeitsstudien zum Nachteil der Bürger genauso strafbar sein wie auch (Cherrypicking) das nachweislich Verbreiten falscher Zusammenhänge und Gefälligkeitsinterpretation zu ahnden sind. Dementsprechend sind die verantwortenden Organisationen dann auch zu Gegendarstellungen verpflichtet und haben dafür den 5- oder 10-fachen monetären, wie personellen, als auch Medien-Aufwand zu betreiben. Das wäre doch einmal was.

Soweit für heute, als nächstes habe ich neben den anderen Themen dann vor darüber zu schreiben, wie man „Herr im Haus“ der Partei bleibt und nicht von Populisten oder anderen Gruppen okkupiert wird, indem sie xxx Mitglieder einschleusen. Denn mittlerweile sehe ich auch die Öffnung nur vom reinen Dampfen weg, denn warum sollten wir Interessierte Raucher nicht einbeziehen und sie mit der Realität in Verbindung bringen?

Cheers,

Volker

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